4 Inseln mit Schlagzeug
In Nha Trang gibt es wenig, was man nicht auch anderswo machen
kann. Die Stadt ist eine typisch asiatische, nur die Küste ist
voller Hostels, Hotels, Restaurants, Bars, Clubs und anderen
Einrichtungen, in die Westler gerne gehen.
Wie wir feststellten nehmen jedoch auch die Vietnamesen an den
angebotenen Touristenattraktionen teil, so zum Beispiel an den
Ausflügen auf vier vor der Küste liegenden Inseln. Da fährt man auf
einem kleinen Schiff besagte Inseln an, während man, wie man so
schön sagt, entertained wird. Ich hatte ein
bisschen Angst, dass es mir auf die Nerven gehen würde, aber wir
hatten unwissenderweise und zum Glück für einen Samstag gebucht.
Demzufolge waren unerwartet an die 40 Vietnamesen mit an
Bord.
Am Anfang versprach der polyglotte Entertainer, in jeder Sprache
der Gäste ein Lied zu singen und so wurde auch ich gefragt, wo ich
herkomme. Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, ich hätte
mich unauffällig entfernt. Am Nachmittag baute die Mannschaft das
Schlagzeug auf. Es bestand aus riesigen Plastikbehältern und
lieferte, wie sich anschließend herausstellen sollte, erstaunlich
guten Klang. Der Entertainer sang drei Lieder und die Vietnamesen
gingen voll ab.
Die Westler schauten
skeptisch, bis sie mit in die Show einbezogen wurden. Dann schauten
sie noch skeptischer, denn ich wurde (als erste) auf die "Bühne"
gebeten. Ich sollte nämlich mit dem Sänger ein Lied singen, das
laut ihm garantiert deutsch sei und "Dam Dam" hieße. Mir brach der
Schweiß aus, denn mit deutschen Volksliedern kenne ich mich gar
nicht aus, schon gar nicht mit seltsamen Worten darin. Nach ein
paar Takten konnte ich jedoch lautstark mitsingen, und zwar
Marmor, Stein und Eisen bricht. Wie mir
später von verschiedenen Seiten mitgeteilt wurde war meine Show
sehr gut angekommen und ich musste sogar mit ein paar
vietnamesischen Mädels Fotos machen. Wenn das mal nicht auf eine
Sängerkarriere hindeutet.
Leider in schlechter Qualität, aber man erkennt
mich.
Schnorcheln stand ebenfalls auf dem Programm - aber es konnte dem
Vergleich mit dem Great Barrier Reef nicht standthalten, noch nicht
mal dem mit Thailand. Ich sah drei Fische und Sand. Bis meine Maske
sich nach drei Sekunden wieder mit Wasser füllte, egal wie fest ich
sie zog. Die Vorbereitung dieses Programmpunktes ließ allgemein
etwas zu wünschen übrig, denn als wir im Wasser waren legte ein
anderes Boot an unseres an und wir konnten Open
Water nachspielen. Wir, das heißt Mélanie, ein Amerikaner
und ich. Super. Die Mannschaft meinte, wir sollten noch etwas
warten, was ungemein intelligent war, denn wir waren schon ziemlich
lange geschwommen und was blieb uns außerdem anderes übrig? Eine
letzte Chance, nämlich am Pier herabhängende Autoreifen hinauf und
dann über zwei Boote klettern, um in unseres zu gelangen.
Unser
Mittagessen. Kulturell aufgeteilt: Die Westler auf dem Sonnendeck,
die Vietnamesen im kühlen Schatten darunter.
Denkt nicht, dass die Asiaten in trendy Bademode ins Meer gehen.
Eigentlich springen sie genauso angezogen, wie sie grade sind, ins
Wasser. Wobei "springen" übertrieben ist, da sie meist nicht
schwimmen können. Demzufolge fühle ich mich im Bikini immer sehr
nackt unter der asiatischen Strandbevölkerung.
Stellt Euch mit diesem Hintergrundwissen folgende Szene vor: Ein
schicker Businessmann zieht sich um und schwimmt in T-Shirt und
Schwimmreifen durch die See. War wirklich so. Alternativ gibt's
aber Schwimmvesten - überall günstig zu erstehen.
So ist es auch ziemlich gut nachvollziehbar, dass die floating bar überwiegend von Westlern besucht wurde und
die Vietnamesen amüsiert vom Schiff aus zuschauten. Floating bar bedeutet: Bei höherem Seegang und lauter
Musik im Wasser schwimmend einen Becher mit billigem Rotwein und
einem Stück Ananas darin hochhalten, damit das Ganze möglichst
nicht salzig schmeckt.
Ebenfalls ein überwiegend westliches Amüsemeng ist es, vom Dach des Bootes ins Meer zu
springen. Geschätzte drei Meter oder mehr. Juhu!
Fazit: Durchaus ein (Wochenend-)Tag wert. Und das Ganze für sechs
Dollar.
Weitere Artikel zum Thema
Sonderheiten, Merkwuerdigkeiten und vertrautes
Blog : Meine Reise...Schon wieder sind 8 Tage rum....die Zeit rennt! Nach Hoi An, diesem traumhaftem Oertchen, sind wir nach Nha Trang gereist...schoener Strand, leckere Smothies und tanzen, tanzen, tanzen. Ansonsten ist… Den vollständigen Post lesen
Auf dem Moped durch Südvietnam
Blog : Die Sicht aus meiner Welt (deutsch)Die Tour ins Mekong-Delta ging mit dem Bus etwa 1 1/2 Stunden zum Anleger, wo wir ins erste Boot stiegen. Das Delta ist stark verzweigt und die Flussarme werden immer kleiner. So fingen wir mit einem… Den vollständigen Post lesen
Lonely Planet ... äh ... Anke
Blog : Die Welt ist ErnstDen Abschluss von Mélanies und meiner gemeinsamen Reise zelebrierten wir wir folgt: Gut, dass ich vorher nicht wusste, dass Sicherheit bei dieser Freizeitaktivität in Vietnam nicht an erster Ste… Den vollständigen Post lesen
Vietnam für Anfänger
Blog : Die Welt ist ErnstTja, liebe Leser. So kann's gehen. Diese seltsame Übelkeit hielt etwa zwei Wochen an. Währenddessen lief ich als Zombie rum (mit dem Unterschied, dass mir Fleisch extrem zuwider war, was man von Zombi… Den vollständigen Post lesen
Vietnam
Über diesen Blog

- Die Welt ist Ernst
HORIZONTERWEITERUNGS- UND WELTREISE-WEGTRÄUMNEWS. Kontinenthopping über Frankfurt, San Francisco, Auckland, Sydney, Hongkong.
Hilfreiche Links
Nha Trang
Stadt Reiseführer mehr
Top Hotels Nha Trang
Lodge Hotel
Preise ab 79 ₫
Evason Ana Mandar...
bali Hotel
Rainbow Hotel
Diamond Bay Resor...
Preise ab 54 €
Top Restaurants Nha Trang
Texas Barbq & Ste...

















